Brachytherapie

 

Die Brachytherapie ist ein Sammelbegriff und unterteilt sich in die Afterloadingbehandlung von Körperhöhlen (intrakavitäre Brachytherapie) und der Implantation z.B. von kleinen Seedstrahlern in die Prostata bei Prostata-Karzinom (interstitielle Brachytherapie).

 

Beide Methoden werden bei uns angeboten.

Praxisklinik für Strahlentherapie im St.Theresienkrankenhaus


Mommsenstr 24  I  90491 Nürnberg
Telefon 0911- 95148-0
Fax 0911- 95148-50
tuev2
 

ST. THERESIENKRANKENHAUS

Die Praxisklinik für Strahlentherapie befindet sich auf dem Gelände des St. Theresienkrankenhauses und ist mit diesem baulich direkt verbunden. Stationäre Patienten können somit auf kurzem Weg zur Strahlentherapie gelangen bzw. gebracht werden.
weiterlesen

Das Krankenhaus befindet sich im Norden von Nürnberg und ist über die Autobahn A3 (Ausfahrt Nürnberg Nord) gut anzufahren. Vom Flughafen Nürnberg ist das Krankenhaus ca. 15 Minuten entfernt.  Auch Besucher aus der Stadt erreichen mit der U-Bahn (Haltestelle Leipziger Platz) und mittels Bus das Krankenhaus problemlos. Darüber hinaus ist es mit dem PKW über den Nordring gut anzufahren. Ein Besucherparkplatz und ein Taxistand sind vorhanden.
Das Krankenhaus befindet sich in einem belebten Wohngebiet mit sehr guter  Infrastruktur. Die Vielfalt der medizinischen Fachbereiche des Krankenhauses und dessen Kooperationspartner finden sich auf der Internetseite: www.theresien-krankenhaus.eu


 
 
 

TUMORKONFERENZ

Die Praxisklinik nimmt regelmäßig an Tumorkonferenzen teil.
Am St. Theresienkrankenhaus findet wöchentlich eine Tumorkonferenz statt . . .
weiterlesen

. . . in welcher die unterschiedlichsten Tumore von Ärzten verschiedener Fachgruppen vorgestellt und besprochen werden. Es nehmen regelmäßig neben den Strahlentherapeuten, Internisten, internistische Onkologen, Chirurgen, Gynäkologen, Urologen und Radiologen teil.
Da das Treffen in den Räumen des radiologisch-nuklearmedizinischen Zentrums (RNZ) stattfindet, können dort die Untersuchungsergebnisse, insbesondere die erstellten Bilder von Computertomografie, Kernspintomografie und Skelettszintigrafie mittels Beamer-Projektion für alle demonstriert werden. Die gemeinsame Beurteilung und Diskussion der  Behandlungsschritte erfolgt im Weiteren gemeinsam.
Die strahlentherapeutische Praxisklinik nimmt zusätzlich an der urologischen Tumorkonferenz des Prostatanetzes teil, sowie an der Tumorkonferenz des Darmzentrums am Krankenhauses Martha-Maria in Nürnberg.


 
 

RADIO-CHEMOTHERAPIE

Die Strahlentherapie tumoröser Erkrankungen wird nicht selten mit einer Chemotherapie kombiniert um eine Wirkungsverbesserung zu erreichen. Hierzu gibt es international gültige Richtlinien, die auch in Leitlinien hinterlegt sind.
weiterlesen

Beispielhaft sind Rectumkarzinom, Blasenkarzinom und Hals-Nasen-Ohren-Tumore zu nennen.
Wir führen routinemäßig parallel zur Strahlentherapie Chemotherapiendurch, soweit diese nicht beim mitbehandelnden Onkologen erfolgen. Insbesondere mehrtägige Infusionsbehandlungen können auch auf unserer radioonkologischen Station vorgenommen werden.

PALLIATIVE BEHANDLUNG

Der Inhalt dieser Seite wird gerade noch überarbeitet.

SEED-IMPLANTATION

Brachytherapie mit Jod 125 Seed-Implantation des frühen Prostatakarzinoms. Die Behandlung ist seit 2002 bei uns etabliert.
Ein Patient ist für die Therapie geeignet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, die für ein frühes Tumorgeschehen sprechen.
weiterlesen

Die Seedimplantation ist dann in ihrer Heilungswahrscheinlichkeit (ca. 90%) vergleichbar mit der radikalen Prostataentfernung. Jederzeit kann kurzfristig ein persönliches Gespräch mit unseren Ärzten vereinbart werden.
Die radioaktiven Strahler, die als Seeds bezeichnet werden, sind 4 mm lang und 1 mm dick.  Unter Vollnarkose werden diese über die Dammhaut mittels Hohlnadeln in die Prostata eingebracht. Der Dickdarm bleibt unberührt. Ca. 45-55 Seeds, je nach Prostatagröße, werden appliziert. Diese verbleiben in der Prostata und werden problemlos toleriert.
Die Qualität der Behandlung wird durch modernste Geräteausstattung und mit intraoperativer Computer  on-line-Planung gewährleistet. Die Berechnung der Seedpositionen erfolgt 3-dimensional. Die Seeds werden hoch-präzise in die Prostata über eine fixe Stichschablone und mittels Durchleuchtung und rectalem Ultraschall plaziert.
Die Behandlung erfolgt in Vollnarkose, ist minimalinvasiv und wird fast immer sehr gut vertragen. Der stationäre Aufenthalt umfaßt 2 Übernachtungen auf unserer radioonkologischen Station (Station M1) im St. Theresienkrankenhaus, Nürnberg. Die Behandlung/Betreuung erfolgt durch ein  spezialisiertes Team, bestehend aus Strahlentherapeut, Urologe, Physiker, Assistentinnen und speziell ausgebildeten Pflegekräften.

Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind meistens mäßig ausgeprägt und halten etwa 8 Wochen an. Häufig kommt es zu verstärktem Harndrang. Der Harnstrahl kann auch dünner werden. In der Regel reicht eine vorübergehende Gabe sehr wirksamer Medikamente. Selten ist ein Blasenkatheter oder die Aufweitung der Harnröhre erforderlich. Ein unkontrollierter Harnverlust (Inkontinenz) ist durch die Brachytherapie kaum zu erwarten. Potenzprobleme sind möglich, jedoch milder ausgeprägt im Vergleich zu anderen Therapiemethoden.