IMRT/VMAT/IGRT  Hochpräzisionsbestrahlung

Zielgenaue Strahlentherapie – IMRT, VMAT

Am Anfang steht die Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MR) und gegebenenfalls Positronen-Emissions-Tommographie (PET) um das Bestrahlungsgebiet exakt abzubilden. Die gewonnenen Schnittbildserien, einschließlich der Voruntersuchungen, ermöglichen es dem Strahlentherapeuten den Tumor, das Ausbreitungsgebiet und gesunde Risikoorgane zu definieren und mittels Konturierung festzulegen.

Das zu bestrahlende Areal hat gewöhnlich eine sehr komplexe Form (z.B. Bananenform). Hier sind modernste Bestrahlungstechniken erforderlich, um präzise zu treffen und Risikoareale zu schonen. Unsere Physiker verwenden hierfür hochspezialisierte Computerplanungssysteme und die hochmoderne Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT). Hierbei werden die Bestrahlungswinkel, meistens etliche irregulär geformter Bestrahlungsfelder und die Bestrahlungs-zeiten errechnet.

Jedes Bestrahlungsfeld wird einzeln im Strahlerkopf mittels feiner Lamellen-Blenden in die berechnete Kontur gebracht und je nach Winkelvorgabe in das Zielgebiet eingestrahlt. Man erhält sehr gleichmäßige Dosisverteilungen und kann, wenn erforderlich, auch bestimmte Risikoareale akurat höher dosieren und trotzdem umliegendes Gewebe optimal schonen.

Bei schwierigen anatomischen Verhältnissen wie z.B. im Kopf-/Halsbereich, Prostata, Oberbauch, aber auch in anderen Regionen werden auch bei Dosiserhöhung die Nebenwirkungen erheblich gemildert .

Eine Fortentwicklung der IMRT, die bei uns bereits eingesetzt wird, erlaubt eine noch schnellere und noch genauere Durchführung der Bestrahlung mit einer kontinuierlichen Rotation des Bestrahlungsarmes, die sogenannte VMAT („Volumetric Arc Therapy“). Je nach Planvorgabe ändert sich die Rotationsgeschwindigkeit und die Dosisabgabe variiert. Die Bestrahlungszeit kann hierdurch von etwa zehn auf drei bis vier Minuten verkürzt werden, was eine erhebliche Erleichterung darstellt. Auch dieses Verfahren wird bei uns bereits routinemäßig eingesetzt.

Bildgeführte Strahlentherapie (IGRT)

Je zielgenauer eine Bestrahlung geplant wird und je enger sich die Strahlendosis an das Tumorgebiet anschmiegt, desto wichtiger ist die Kontrolle der Lagerung des Patienten einschließlich der Position des Tumors und eventuellen Risikostrukturen über die gesamte Bestrahlungszeit von ca. 6 Wochen.

Bei der bildgeführten Bestrahlung IGRT (Image Guided Radiotherapy) können wir jetzt – im Unterschied zur herkömmlichen Lagerungskontrolle mittels Röntgenaufnahmen – den Tumor und die Risikoorgane durch den neuen CT-Zusatz am Linearbeschleuniger dreidimensional darstellen und mit den Planungsvorgaben vergleichen.

Eventuell notwendige Änderungen der Tischposition und der Lagerung werden hierbei vom Bestrahlungscomputer millimeter-genau erkannt. Eine schnelle Korrektur für eine maximale Zielgenauigkeit ist dann problemlos möglich.

Praxisöffnungszeiten

Montag - Freitag
08.00 - 17.00 Uhr

Praxisklinik für Strahlentherapie im St.Theresienkrankenhaus


Mommsenstr 24  I  90491 Nürnberg
Telefon 0911- 95148-0
Fax 0911- 95148-50
tuev2