LEISTUNGEN

In der Praxisklinik für Strahlentherapie ist der Schwerpunkt strahlentherapeutischer Behandlungen die Therapie unterschiedlichster bösartiger Tumore und deren Metastasen. Zuverlässig kommt es zu einer Tumorrückbildung mit resultierender Beschwerdelinderung bis hin zur Schmerzfreiheit. Meistens wird die Behandlung auch unter dem Gesichtspunkt der Heilung, d.h. zur Tumorvernichtung eingesetzt. Häufig wird die Strahlentherapie nach einer Operation oder in Verbindung mit einer Chemotherapie durchgeführt. Hierbei erreicht man durch die Kombination der unterschiedlichen Behandlungsmethoden das optimale Ergebnis.

Praxisöffnungszeiten

Montag - Freitag
08.00 - 17.00 Uhr

Praxisklinik für Strahlentherapie im St.Theresienkrankenhaus


Mommsenstr 24  I  90491 Nürnberg
Telefon 0911- 95148-0
Fax 0911- 95148-50
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BESTRAHLUNG VON TUMORERKRANKUNGEN

Es gibt sehr unterschiedliche Tumorerkrankungen. Manche werden nur operiert,  chemotherapiert oder bestrahlt.
Meistens werden die Behandlungsmethoden jedoch kombiniert, wodurch das ideale Ergebnis und häufig die Heilung erreicht wird. Die Strahlentherapie ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Tumortherapie.
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Aufgrund modernster Ausstattung kann unsere Praxis weit über das gängige Behandlungsspektrum die besten Therapien anbieten.
Zu nennen sind die neuesten Linearbeschleuniger mit Planungssoftware, wodurch die Bestrahlung von Außen im Vergleich zu früheren Behandlungen wesentlich effektiver und schonender vorgenommen wird. Insbes. Behandlungstechniken wie IMRT und VMAT sind möglich.
Auch die Bestrahlung von Körperhöhlen (z.B. Speiseröhre, Gebärmutter usw.) hat sich mit den neuesten Geräten erheblich verbessert (Brachytherapie in Afterloadingtechnik). Von Bedeutung ist hier die Möglichkeit der Bestrahlungsplanung mittels Computertomografie und Kernspintomografie.
Auch die Behandlung des frühen Prostatakarzinoms durch Einbringen kleiner Seed-Strahler ist seit 10 Jahren mit stets modernisierter Ausstattung Routine (Brachytherapie Prostata). Der Bestrahlungsplan erfolgt stets intraoperativ mittels online-Planung mit hierdurch gegebener Sicherheit einer hochpräzisen Einbringung der kleinen Strahler.

 
 

BESTRAHLUNG GUTARTIGER ERKRANKUNGEN

Gutartige Erkrankungen, die bestrahlt werden können, sind orthopädische Probleme  an Gelenken und Sehnen, die mit chronischen Schmerzen und oft mit Weichteilschwellungen einhergehen. Es handelt sich um altersbedingte, entzündliche/rheumatische oder verletzungsbedingte Veränderungen.
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Häufig finden sich folgende Diagnosen:

• Arthrose und Verkalkungen an Schultern, aber auch an anderen Gelenken
• Rotatorenmanschettenruptur der Sehne kleinerer Muskeln im Schulterbereich
• Beschwerden des Ellenbogens wie z.B. der Tennisellenbogen
• Arthrose und Schäden an Hüfte, Knie und Sprunggelenk
• Chronische Schmerzen nach Gelenkprothesenimplantation an Hüfte und Knie
• Schäden und Reizzustände der Achillessehne, oft auch am Sehnenansetz zum Sprunggelenk
• Dornförmige Verkalkung des Sehnenansatzes der Achillessehne (dorsaler Fersensporn) oder des  Sehnenansatzes der  Sehnenplatte der Fußsohle (plantarer Fersensporn).
• Arthrose der Fingerend- oder Fingermittelgelenke mit Schmerz, Weichteilschwellung und Funktionseinschränkung (Heberden- und Bouchardt-Arthrosen).
• Rheumatische Gelenksveränderungen an Finger- und Fußgrundgelenken

Bestrahlungsinformation

Wenn belastende Beschwerden seit langem (über Monate) bestehen und sich mit anderen Behandlungen nicht ausreichend therapieren lassen, besteht die Indikation zur Schmerzbestrahlung.
Die Bestrahlung erfolgt mit ionisierenden Strahlen ähnlich den Röntgenstrahlen. Eine Schwangerschaft sollte daher ausgeschlossen sein. Bei Patienten unter 40 Jahren sollte die Behandlung nur bei erheblichem Leidensdruck und deutlicher Einschränkung der Lebensqualität erfolgen. Kinder und Jugendliche würde man nicht bestrahlen.
Insgesamt erfolgen 6 Bestrahlungssitzungen verteilt über 2 Wochen mit einer Bestrahlungszeit unter einer Minute.

Behandlungsergebnis

Das Ansprechen der Behandlung ist meistens erst nach Abschluss der Bestrahlung (innerhalb von  4-8 Wochen) zu erwarten. Meistens kommt es zu einer guten Schmerzlinderung häufig auch zur Schmerzfreiheit.Ist keine Besserung oder nur eine Teilbesserung eingetreten, sollte eine 2. Bestrahlungsserie erfolgen, welche identisch zur ersten abläuft. Diese sollte frühestens 2 Monate oder später nach Abschluss der ersten erfolgen. In der Regel kann die Behandlung 4-mal erfolgen.

 
 

RADIO-CHEMOTHERAPIE

Die Strahlentherapie tumoröser Erkrankungen wird nicht selten mit einer Chemotherapie kombiniert um eine Wirkungsverbesserung zu erreichen. Hierzu gibt es international gültige Richtlinien, die auch in Leitlinien hinterlegt sind.
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Beispielhaft sind Rectumkarzinom, Blasenkarzinom und Hals-Nasen-Ohren-Tumore zu nennen.
Wir führen routinemäßig parallel zur Strahlentherapie Chemotherapiendurch, soweit diese nicht beim mitbehandelnden Onkologen erfolgen. Insbesondere mehrtägige Infusionsbehandlungen können auch auf unserer radioonkologischen Station vorgenommen werden.

BRACHYTHERAPIE

Die Brachytherapie ist ein Sammelbegriff und unterteilt sich in die Afterloadingbehandlung von Körperhöhlen (intrakavitäre Braxhytherapie) und der Implantation z.B. von kleinen Seedstrahlern in die Prostata bei Prostata-Karzinom (interstitielle Brachytherapie).
Beide Methoden werden bei uns angeboten.

SEED-IMPLANTATION

Brachytherapie mit Jod 125 Seed-Implantation des frühen Prostatakarzinoms. Die Behandlung ist seit 2002 bei uns etabliert.
Ein Patient ist für die Therapie geeignet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, die für ein frühes Tumorgeschehen sprechen.
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Die Seedimplantation ist dann in ihrer Heilungswahrscheinlichkeit (ca. 90%) vergleichbar mit der radikalen Prostataentfernung. Jederzeit kann kurzfristig ein persönliches Gespräch mit unseren Ärzten vereinbart werden.
Die radioaktiven Strahler, die als Seeds bezeichnet werden, sind 4 mm lang und 1 mm dick.  Unter Vollnarkose werden diese über die Dammhaut mittels Hohlnadeln in die Prostata eingebracht. Der Dickdarm bleibt unberührt. Ca. 45-55 Seeds, je nach Prostatagröße, werden appliziert. Diese verbleiben in der Prostata und werden problemlos toleriert.
Die Qualität der Behandlung wird durch modernste Geräteausstattung und mit intraoperativer Computer  on-line-Planung gewährleistet. Die Berechnung der Seedpositionen erfolgt 3-dimensional. Die Seeds werden hoch-präzise in die Prostata über eine fixe Stichschablone und mittels Durchleuchtung und rectalem Ultraschall plaziert.
Die Behandlung erfolgt in Vollnarkose, ist minimalinvasiv und wird fast immer sehr gut vertragen. Der stationäre Aufenthalt umfaßt 2 Übernachtungen auf unserer radioonkologischen Station (Station M1) im St. Theresienkrankenhaus, Nürnberg. Die Behandlung/Betreuung erfolgt durch ein  spezialisiertes Team, bestehend aus Strahlentherapeut, Urologe, Physiker, Assistentinnen und speziell ausgebildeten Pflegekräften.

Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind meistens mäßig ausgeprägt und halten etwa 8 Wochen an. Häufig kommt es zu verstärktem Harndrang. Der Harnstrahl kann auch dünner werden. In der Regel reicht eine vorübergehende Gabe sehr wirksamer Medikamente. Selten ist ein Blasenkatheter oder die Aufweitung der Harnröhre erforderlich. Ein unkontrollierter Harnverlust (Inkontinenz) ist durch die Brachytherapie kaum zu erwarten. Potenzprobleme sind möglich, jedoch milder ausgeprägt im Vergleich zu anderen Therapiemethoden.

 
 

STATIONÄRE BEHANDLUNG

Die Strahlentherapie wird überwiegend ambulant durchgeführt.
Gelegentlich wird jedoch ein stationärer Aufenthalt erforderlich. Immer dann, wenn die tägliche Fahrt zur Bestrahlung zu belastend ist, wenn Untersuchungen oder Behandlungen erfolgen müssen, die nur stationär möglich sind, oder wenn parallel zur Bestrahlung eine Zusatztherapie (z.B. Chemotherapie) erforderlich ist.

Hierfür hat die Praxis eine eigene radioonkologische Bettenstation im St. Theresienkrankenhaus. Diese wird von einem Facharzt für Innere Medizin geleitet. Das Pflegepersonal ist besonders geschult (Onkologieschwestern) und hat mehrjährige Erfahrung in der Pflege strahlentherapeutischer Patienten.